Literatur
Drastische Reduzierung von Mobilfunkstrahlung möglich
Die Zusammenhänge zwischen nieder- und hochfrequenten
elektromagnetischen Feldern und biologischen Systemen sind anhand vieler
Beispiele unübersehbar. Vor 20 Jahren wurde die Wetterfühligkeit von
Menschen noch belächelt, heute weiß man mehr über die Zusammenhänge von
natürlichen elektromagnetischen Feldern und der Reaktion von Menschen
und Tieren. Deswegen gibt es seit Jahren auch Biowetterberichte.
Mittlerweile werden wir mit einer unüberschaubaren Menge an technischen
elektromagnetischen Feldern bombardiert, ohne das es auch ausreichende
Untersuchungen über deren Wirkung auf den Menschen gibt. Wenn es auch
viele widersprüchliche Studien gibt, so sind doch die Beweise das es
sich beim Mobilfunk um eine gesundheitsgefährdende Strahlung handelt,
heute unübersehbar und kaum noch wegzudiskutieren. Die digital gepulste
Strahlung des Mobilfunks ist nach Expertenmeinung biologisch wesentlich
bedenklicher als die analogen Frequenzen. Natürlich spielt dabei die
Höhe der Strahlung in Verbindung mit der individuellen Empfindlichkeit
von Menschen eine wesentliche Rolle. Gerade das individuelle Ansprechen
wird in der Medizin nur wenig berücksichtigt, sodass elektrosensible
Personen häufig mit Ihren Beschwerden nicht ernstgenommen werden. Hier
besteht noch großer Handlungsbedarf an praxisnahen Erfahrungsberichten
von Ärzten.
Es geht jetzt nicht darum die Forderung aufzustellen Mobilfunk ganz zu
verbieten, was bei 60 Millionen Handynutzern unmöglich ist. Aus
berechtigten Vorsorgegründen für die Volksgesundheit sollte man sich
nicht mehr alleine über thermischen Grenzwerte , die in Ordnung sind,
unterhalten, sondern für den Bereich der athermischer Wirkungen einfach
fordern die derzeit technisch machbaren niedrigsten Sendeleistungen
durchzusetzen. Die folgenden Vorschläge zur drastischen Reduzierung der
Mobilfunkbelastung zeigen den richtigen Weg.
Sender sollen in Zukunft nur noch soviel Sendeleistung abgeben, dass
eine Handybenutzung im Freien möglich ist.
Wie bereits seit Jahrzehnten beim Fernsehen üblich, benötigt man für
einen einwandfreien Empfang im Haus einen Kabelanschluss, eine Antenne
auf dem Dach oder eine Satellitenschüssel. Genauso sollte es in Zukunft
beim Mobilfunk sein. Nur mit einer Antennenanlage mit Verstärker sollte
es im Haus möglich sein mit dem Handy zu telefonieren. Es wird also nur
noch soviel Sendeleistung frei Haus geliefert, dass damit eine
einwandfreie Übertragung per Antenne und Umsetzer ins Haus möglich ist.
Dabei könnten dann im Haus auch strahlungsfreie Bereiche bleiben.
Die Vorteile und der Nutzen dieser Lösung liegen auf der Hand.
- Im Freien uneingeschränkte Nutzung von Handys.
- Jeder kann selber entscheiden, ob er im Haus oder in der Wohnung Handy telefonieren will. Mit einer entsprechenden Antennenanlage (Repaeter) können dabei sogar gezielt einzelne Räume für die Handynutzung reserviert werden.
- Die Mobilfunkbetreiber können die Sendeleistung deutlich reduzieren. Werte weit unter dem „Salzburger Modell“ wären möglich. Dazu sind dann zwar mehr Sender nötig, die aber nur noch eine wesentlich geringere Leistung (teilweise sogar nur 1µ Watt/m2) haben müssen, und viel besser an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden können.
- Gerade Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Altenwohnheime in der Nähe von Sendern würden damit dramatisch entlastet. Risikogruppen wie Kinder, Senioren und Kranke könnten dadurch vor solcher Strahlung weitestgehend geschützt werden.
- Es könnten in öffentlichen Gebäuden, Restaurants etc. somit auch handyfreie Räume geschaffen werden. Man könnte sogar bestimmte Bereiche für Handynutzer ausweisen.
- In öffentlichen Verkehrsmitteln (besonders Schulbusse) sollte handytelefonieren grundsätzlich verboten werden. In Zügen könnten Waggons für Handynutzer ausgewiesen werden.
- In Fahrzeugen darf sowieso nur noch mit Freisprecheinrichtungen telefoniert werden. Dazu sollte noch per Gesetz geregelt werden, dass der Empfang ausschließlich über Außenantennen zu erfolgen hat um die teilweise extremen Belastungen im Fahrzeug zu vermeiden.
- Die Handys sollten mit abgeschirmten Gehäusen, für die es bereits Patente gibt, ausgestattet werden. Außerdem müssten wieder exakt angepasste Antennen, die es ebenfalls schon gibt, verwendet werden. Damit wäre die Empfangs- und Sendequalität wesentlich verbessert, womit dann gleichzeitig auch die Sendeleistung der Handys drastisch reduziert werden könnte. Somit würde dann auch die Belastung am Kopf stark verringert.
- Absolutes Verbot für schnurlose Telefone mit DECT-Technik. Diese Telefone funken ununterbrochen als kleine Mobilfunkstation in der Wohnung und damit in unmittelbarer Nähe auch zu Kindern. Alternativ könnten die DECT-Technik weiter genutzt werden, wenn die Technik so umgestellt wird, das während der Ruhephase die Basisstation nicht mehr sendet.
- Nicht mehr die thermischen Grenzwerte sind die Leitlinie, sondern die derzeit technisch machbare niedrigste Sendeleistung ist das Kriterium. Unternehmen, die hier Vorreiter sind, sollten im Interesse der Volksgesundheit durchaus dafür mit steuerlichen Anreizen belohnt werden.
Mit diesen Vorschlägen könnten die Gemeinden im Konsens mit den
Betreibern und geeigneten Ingenieurbüros für optimierte Standortplanung
von Sendern die für ihren Ort beste Lösung finden.
Für die Industrie ergeben sich mit diesen Lösungsvorschlägen ungeahnte
neue Umsatzfelder unter gleichzeitiger Reduzierung der gesund-heitlichen
Gefahren durch Mobilfunk.
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